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Big White!!!

Ich geniesse nun also die Tage im Schnee in Big White. Ich bin nach einer ca. 6 stuendigen, sehr abenteuerlichen Fahrt (Bus faehrt hier mit 110 km/h auf sehr verschneiter Strasse) in einem Hostel voller Australier gelandet. Natuerlich lasse ich keine Gelegenheit aus, mich mit diesen Australiern anzufreunden, denn wie ihr wisst werde ich dort auch mal eine Unterkunft brauchen.

Das Doerfchen Big White, ist ein ziemlich neuer Resort. Sie versuchen alles, um den Baustil der schweizerischen Alpendoerfer nachzuahmen und haben ein Dorfzentrum mit Charme gebaut. Das Transportsystem funktioniert aber gar nicht, so gibt es zu Beispiel kein Shuttelbus vom Hauptort Kelowna nach Big White, entweder hat man selber ein Auto oder man muss wohl oder uebel ein Taxi nehmen.

Das Snowboarden macht extrem Spass, die Pisten sind nicht so anspruchsvoll, aber der Pulverschnee ist dafuer umso besser. Hier gibt es natuerlich auch sehr lustige Jobs im Skigebiet, so trifft man im Skigebiet immer wieder auf Securityleute, die auesserst pingelig schauen, dass man ueber einer Kuppe ja nicht den Bodenkontakt verliert (ansonsten Ticketverlust...).

Andere Merkmale dieses Skigebietes sind die Skilifte und Gondeln, welche direkt durch das Dorf fuehren. Man kann also mit den Gondeln in den Ausgang und dabei bei allen Leuten in die Wohnungen schauen. Restaurants auf dem Berg gibt es nicht, man geht im Dorf eine heisse Schoggi trinken.

Um auf einen Skilift zu gehen, muss man hier nicht mit dem Ticket durch die Schranken, nein hier gibt es Personal die mit einem Scanner jedes einzelne Ticket kontrollieren. Dabei organisieren sie zudem, dass die Sesseli immer gefuellt werden.  Meist klappt es aber trotzdem nicht...

Es ist also ziemlich spannend hier Snowboarden zu gehen (nicht nur wegen dem super Pulverschnee).

Ich geniesse heute Abend ein Christmasdinner im Hostel! (Leider ohne feine Whienachtsguetzli )

 Fuer alle die auch in den Schnee gehen, viel Spass und geniesst eine heisse Ovo fuer mich

 

25.12.07 23:49


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Last days in Vancouver

Nach 12 Wochen in der Schule, hatte ich heute mein letzter Schultag. Ich habe also mein Studentenleben heute beendet und bin nun wieder eine Weltenbummlerin. Naechste Woche habe ich zwar noch die Examen aber dann geht es (endlich) wieder los.

Die Zeit hier war fuer mich super, ich habe so viele nette Leute kennengelernt und freue mich bereits darauf alle mal in ihren Laendern besuchen zu gehen (Brasilien, Japan, Korea, Chile und Mexico stehen also als naechstes auf dem Reiseprogramm...) Nein, nein...als naechstes mache ich mich dann in einer Woche auf den Weg in den Schnee, ich werde nach Big White fahren und dort einige Tage im canadischen Pulverschnee verbringen! Ich bin also ueber die Weihnachtstage im tiefsten Winter und werde Santa Clause dort auf dem Snowboard suchen gehen :-)

Gestern war ich auf einem Huegel nahe Vancouver Snowboarden! Das beste an diesem Skigebiet ist, man hat eine suuuper Aussicht auf das Meer und die ganze Stadt! Was weniger toll ist, auf dem Sessellift hat man keinen Sicherheitsbuegel und schon gar kein Buegel wo man das Snowboard oder die Skis draufhalten kann...ist eben ein bisschen anders. Dazu kommt, dass bei jedem Lift eine person die Aufgabe hat, alles zu koordinieren. Draengele nuetzt hier also nichts...

So das wars auch schon wieder..habe noch viel zu erledigen! Schliesslich muss ich langsam daran denken, das Hostel in Hawaii zu buchen... 

Ich wuensche Euch allen auf jeden Fall ganz schoene Weihnachten

und  einen guten Rutsch ins 2008!

8.12.07 03:09


Ich leb no...

Hallo Zusammen...

Leider bin ich als Schuelerin zur Zeit sooo beschaeftigt, ich habe nicht einmal mehr Zeit um Blogeintraege zu schreiben!!

Deshalb habe ich euch einen Link mit einem kleinen Filmli (von Profiregisseurin Regi) mit Bildern unserer unglaublich schoenen Reise von Alaska nach Californien!!!

http://www.youtube.com/watch?v=2kTpIEhUxn4

Ich bin jetzt schon gespannt auf eure Gaestebucheintraege!!!

7.11.07 22:39


Vancouver = Raincouver

...so nun gibt es endlich wieder einmal einen Bericht!

 Ich lebe nun schon seit fast vier Wochen in Vancouver und habe ziemlich schnell bemerkt, weshalb diese Stadt den Zweitnamen Raincouver geniesst! Es regent nicht nur andauernd, sondern es regnet auch in Bindfaeden. Zum Glueck sitze ich nun den ganzen Tag lang in der Schule und muss mich somit nicht ins kuehle Nass begeben.

In der Schule, (nun wieder als Schueler...) geht es mir ziemlich gut! Es hat ganz viele tolle Leute hier, die Lehrer sind auch ganz akkzeptabel (so wie Lehrer halt so sind...) und ich lerne doch einiges dazu. Meine Klasse besteht aus drei weltfremden Koreanern, vier immer kichernden Japanern, einer Mexikanerin und einem Italiener. Schwiizerschoggi ist sehr willkommen bei den Asiaten und damit wird das doch eher anstrengende Kichern der Japanern  fuer kurze Zeit etwas gedaempft (verstehen kann man sie trotzdem nicht besser).

Mein Zuhause ist ca. eine Stunde mit dem Bus entfernt von Downtown und liegt in North Vancouver. Es ist ein schoenes canadisches Haus mit Blick auf das Meer und die umliegenden Berge. Die Umgebung ist schoener als in jeder Telenovela (wirklich...), denn ich habe auch gleich einen Park vor der Haustuere! Ich habe nun ein grosses Schlafzimmer, mit eigenem Fernseher,  mit einem begehbaren Schrank (die Kleider dazu fehlen noch) und einem eigenen Bad!  Die Familie, bestehend aus Vater (immer kochend), der Mutter (nur rumsitzend), einer Japanerin (auch immer kichernd) und einer Mexikanerin (meist schweigend), ist doch ziemlich amuesant und wir haben es beim gemeinsamen Abendessen immer wieder sehr lustig.

Da ich nun wieder fleissig Hausaufgaben machen muss (ich weiss nicht weshalb Lehrer den Schuelern solche Qualen antun...) und dem andauernden Regen habe ich gar nicht so viel Zeit und Lust um andere Dinge neben der Schule zu unternehmen. Jedoch war ich an den Wochenenden bereits auf Vancouver Island und in Whistler! Die Zeit fuer Pubs und Clubs mit den Freunden aus der Schule fehlt natuerlich auch nicht...wir haben es ziemlich lustig, nicht nur die Japaner unter sich!

Fazit:

  • Nur weil "EINE/EINER" ungeduldig ist, heisst das noch lange nicht, dass die Berichte schneller ins Internet gestellt werden!!!
  • Mit Schweizerschoggi macht man sich leicht neue Freunde!
  • Schueler haben ein hartes Leben! (Habt ihr das gehoert ihr Lehrer?)
  • Grey's Anatomy ist hier schon in der vierten Staffel und ist extrem spannend!
  • Deutsch/Englisch = Chruesimuesi
  • Steige nie in den falschen Bus, du weisst nicht wann du an dein Ziel kommst!
  • Beim Joggen laufen dir Stinktiere ueber den Weg!
  • Sei Hockey-Interessiert, oder tue wenigstens so, denn die Saison hat begonnen!
  • Berichteschreiben ohne Regi macht nicht so viel Spass!!! (deshalb auch diese lange Wartezeit...)

23.10.07 06:52


San Francisco - Charlotta - Newport - Vancouver

Wir setzen zum Endspurt an, damit wir rechtzeitig unser heissgeliebtes Baby (=Van) abgeben koennen. Deswegen muessen wir in den naechsten drei Tagen mehrere hundert Meilen (...und dies moeglichst in der Stunde...) zuruecklegen. Dabei geniessen wir die letzten paar Sonnenuntergaenge, das letzte Hoeren der Ipod-Wiedergabeliste, die letzte Tankfuellung und die letzte Tankleerung. In Vancouver angelangt, suchen wir dann zum letzten Mal einen Wal-Mart-Schlafplatz mit direktem Zugang zu gratis Internet, WC und (...nun kommt das Wichtigste...) zu unserem Lieblingskaffee (...fehlt also nur noch eine Dusche und frische Waesche!). Der naechste Tag vergeht mit Packen, Putzen, einer lustigen Waschaktion, Staubsaugen, Fegen und Abschiednehmen leider viel zu schnell. Was die Abgabe des Vans betrifft, wollen wir nicht weiter ins Detail gehen, da uns die Erinnerung daran noch zu sehr schmerzt (...die Wunde ist also noch ganz frisch...)! Von diesem Punkt an stimmen also auch die Blogeintraege von Regi und mir nicht mehr ueberein, da wir nun schweren Herzens getrennte Wege gehen muessen (...schliesslich muessen wir beide auch endlich erwachsen werden...).

 

vorerst letztes Fazit:

1.) die meist gesagten Worte:

  • "hei, isch das en guete Schpiegel!"
  • "Findsch das bloed?"
  • "Mach schnaell, ich ha Angscht!"
  • "Isch guet, es het glaub kei Schlange!"
  • "I'm in heaven!"
  • "Was leisch du hoet aa?"
  • "Isch gange?"
  • "Bieg raechts ab! En Starbucks/Taco Bell/Mac Donalds/Shopping Mall/Library! "
  • "Ou, mir het scho wieder niemer gschriebe... ."
  • "Mach DU es Foti vo ihm!"
  • "Geilo!"
  • "Muessi do scho raechts abbiege?"
  • "Nuet dergliiche tue ond witerfahre."
  • "Suepi due!"
  • "Chame mi so onter d Luet loh?"

2.) die meist gehoerten Worte:

  • "Aha."
  • "No, we don't have free internet access."
  • "The next library is....."
  • "Have you already payed?"
  • "Alberta G-26251"
  • What's your name?..........What?!.........Can you spell it?"


3.) die Highlights:

  • Denali Nationalpark (Basislager)
  • Baerenbegegnungen (...und damit meinen wir alle...)
  • Jasper (mit Seeli)
  • Arches Nationalpark (mit Sonnen-/Mondaufgang und -untergang)
  • Carlsbad (...)

4.) die Lieblingssongs:

  • "Schoeoeoeoener Taaaaag" (mehrmals am Tag!)
  • California
  • Globetrotter-Song ("E be es Fass ohni Bode ond e Fernwehfaaahrer..."
  • (Rest: siehe Wiedergabeliste von Lisa)

5.) die Lieblingsfastfoodkette:

  • Taco Bell (...oder gehoert der Starbucks auch in diese Kategorie?)

6.) die Lieblingsschlafplaetze:

  • Canyonlands Nationalpark (...mit Blick auf den Canyon)
  • San Diego (...mit Blick auf's Meer)
  • Lake Laberge (...mit Blick auf Seeli)
  • Moonlake (...mit Blick auf Koch)

7.) die bewegensten Momente:

  • Beobachtung der Baeren aus naechster Naehe
  • Regenbogen, Sternschnuppen und andere Zeichen von hoeheren Maechten (...nicht zu verwechseln mit der Mormonenstatue!)

8.) das Lieblingsgetraenk:

  • GRANDE Chai Latte

9.) der Lieblingsmoment:

  • die erste Dusche nach dem Denali-Abenteuer

10.) die Lieblingsdusche:

  • Dusche im Freien mit Blick auf den Lake Powell

11.) die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Es ist von Vorteil, wenn man alle 4 Tage mal duschen kann. Nach 6 Tagen wird es aber dringend notwendig! Kann man sich in der Zwischenzeit jedoch mit Parfuemproben einspritzen (...wir empfehlen "Aebercombie & Fitch"...), dann geht's auch noch etwas laenger.
  • Solange es Kaugummis gibt, muss man nicht drei Mal am Tag Zaehne putzen (Achtung: Erstickungsgefahr in der Nacht!).
  • Die Entscheidung, den Job zu kuenden und diese Reise anzutreten, war vollkommen richtig.
  • Ein Schlafplatz muss man nur bezahlen, wenn danach gefragt wird.
  • Je kleiner die Stadt, desto laenger darf man in der Library den PC benutzen.
  • Run if you see a ranger!
  • Wir koennen nun nachvollziehen, weshalb so viele Amis uebergewichtig sind ("Chom mer fahre, e mag ned laufe  
  • Wir waeren nun faehig, verschiedene Arten von Broschueren zu schreiben, wie beispielsweise "Moeglichst preisguenstig von Alaska nach Californien" oder "Wie ich mich gegenueber wilden Tieren verhalte" oder "Fit im Van - eine Reise durch Amerika muss nicht dick machen" oder "Gratis duschen in Nordamerika" (Wer also Interesse hat, soll sich bei uns melden!).
  • In drei Monaten sind wir 15'831 km gefahren und haben 1 platten Reifen, 2 Parkbussen (...aber KEINE Geschwindigkeitsbusse!), 1 defekte Wasserpumpe, 2 tote Tiere (...soweit wir wissen...) und viele Tankfuellungen zu beklagen.


FAZIT ALLER FAZITE:

WOOOAAAAAAAAW!!!!!

 

 

 

 

 

 

25.9.07 07:00


Santa Barbara - Sequoia NP - Yosemite NP - San Francisco

Schweren Herzens verabschieden wir uns vom californischen Strandleben und fahren die kurvenreiche Strasse in die Berge des Sequoia NP (nichts fuer Weicheier). Natuerlich darf der Abstecher zum "Old Sherman" (fuer Lehrer: ein ueber 2000 Jahre alter Sequoia-Baum) nicht fehlen, jedoch muessen wir die "lange" Wanderung (hoechstens eine halbe Stunde)zuerst gut durchdenken, denn jenste Schilder weisen uns auf den anstrengenden und steilen Weg mit grosser Hoehendifferenz hin. Tatsaechlich werden die Rastbaenkli von vielen atemlosen und bestausgeruesteten Wanderern rege benutzt (sind wir hier auf dem Weg zum Basislager des Mount Everest?). Da fallen wir mit unserem Beachlook (ohne Surfboard) und den Flip-Flops schon etwas aus der Reihe.

Nach dieser "anstrengenden" Wanderung (auf jeden Fall fuer die Lachmuskeln) sind wir am naechsten Tag bereit, den Half Dome im Yosemite NP zu besteigen (fuer Lehrer: eine zehnstuendige Wanderung). Die letzten Meter des vierstuendigen Aufstieges entpuppen sich, wegen der duennen Luft und der Kletterpartie, zu einer richtigen Herausforderung (Aha...deswegen wird im Reisefuehrer geraten, den Berg in zwei Tagen zu erklimmen!). Kaum oben angekommen, geniessen wir die wunderschoene Aussicht und befassen uns hier zum ersten Mal mit dem Gedanken, dass wir hier ja wieder runter muessen (kein Baehnli, kein Hubschrauber, kein Fallschirm und kein Seil!). Die folgenden Qualen sind nicht in Worte zu fassen und wollen wir dir an dieser Stelle ersparen.

Auf der Fahrt nach San Francisco erholen wir uns von all unseren Gebrechen (jaja, auch wir werden aelter...). So wird auch jeder Schritt und jede koerperliche Betaetigung im Voraus gut ueberdacht und die Wahl des Restaurants faellt nach dem Kriterium "FREIERPARKPLATZDIREKTVORDEREINGANGSTUER" aus! Doch bei der Einfahrt nach San Francisco bei Sonnenuntergang verspueren wir einen Energieschub. Auf der Baybridge gelingen sowohl der Beifahrerin als auch der Fahrerin gute Schnappschuesse der huegeligen Stadt. Der Start in den naechsten Tag beeindruckt uns nicht mehr so, denn auf der Suche nach dem Visitor Center geraten wir in eine zwielichtige Gegend (da koennen wir ploetzlich wieder schnell laufen!). Jedoch spaetestens am Fishermans Wharf merken wir aber, dass die Stadt Charme hat. Unserem weiblichen Instinkt folgend, zieht es uns unlaengst vom Hafen in Richung Shoppingcenter (Waschen unserer Kleider lohnt sich nicht mehr). Dabei merken wir rasch, dass wir in der Stadt der Schuwlen und Lesben sind, den zum ersten Mal scheinen auch Frauen an uns interessiert zu sein (jetzt koennen wir sehr schnell laufen). Mit der Cable Car fahren wir am naechsten Tag in die China Town und zu einer weiteren Shoppingmall, damit wir am dritten Tag in "alter" Frische mit einem gemieteten Velo ueber die Golden Gate Bridge rasen koennen. Diese Fahrt hat Regi wieder einmal hungrig gemacht und so geht es am Abend zum Mexikaner (hola, chicco), neben gutem Essen und Margaritas wird uns noch eine gute Abendunterhaltung serviert (Balzritual am Nebentisch). Mit einer kalten Mitternachtsaussendusche beenden wir das Abenteuer San Francisco...

...wenn da nicht der platte Reifen mitten auf dem sechsspurigen Freeway waere! Zwei Frauen auf dem Pannenstreifen ohne funktionierende Natels sind etwas ratlos. Doch zum Glueck gibt es die gratis Freeway Patrol, die uns in windeseile wieder auf die Strasse bringt. Dank dem emsigen Asiaten kommen wir heute doch noch ueber die Golden Gate Bridge zur Stadt hinaus und koennen von einem hoeher gelegenen Punkt aus die Aussicht auf die Bruecke und anderes geniessen.

Fazit:

  • Das Fruehstueck ist die wichtigeste Mahlzeit am Tag!
  • "Du Tierlimoerder!"
  • Gute Kleidergeschaefte sind an deren Einkaufstaschen erkennbar.

20.9.07 20:49


San Diego - Carlsbad - Los Angeles - Santa Barbara

Meer, Grossstadt, Wellen, Salzwasser, Sonne, Wind, braungebrannte Surfer, Sand, Kaffee, durchtrainierte Jogger und Badeplausch. Dies ist San Diego, wie wir es am ersten Tag erleben! Der Schlafplatz (oceanside) macht das ganze noch perfekt. Deswegen liegen wir auch schon um hlab neun im Bett und bereiten uns mental auf die kommenden turbulenten zwei Tage vor.

Frueh morgens gehts auch schon los: Wir fahren zum Treffpunkt, wo wir einen Reisegefaehrten aus Alasakazeiten wieder treffen (er ist doch tatsaechlich um vier Uhr morgens aufgestanden, um rechtzeitig von Phoenix zu uns zu finden!!!). Nach einem ausfuehrlichen Fruehstueck in unserem Stammlokal (Starbucks) zeigen wir ihm mit unserem guten Orientierungssinn (den wenigstens eine von uns hat) den Weg zum schoensten Strand. Dort vergeht der Nachmittag mit Baden, Freesbeespielen und haarstraeubenden Reise(Ranger)Stories erzaehlen wie im Nu. Um sechs Uhr gehts dann direkt vom Strand weiter zum naechsten Date, wir besuchen unsere neuen Freunde und "Fastadoptiveltern" vom Lake Powell. Diese finden wir in ihrem Pool plantschend und auf der Rutschbahn feststeckend vor ihrer Villa (zur Erinnerung: sie sind etwa sechzig Jahre alt). Herzlich werden wir mit den Worten "Look boy, they are from another country!" willkommen geheissen. Etwas irritiert beantworten wir die zu hauf gestellten Fragen der anwesenden Familie und Nachbarschaft (siehe Fazit). Nach so viel Geschwaetz geht es ab zum Mexikaner, wo wir ein feines Nachtessen geniessen ( natuerlich sind wir eingeladen) und kaum aufgegessen, sofort mit ihren "Kindern", ob wir wollen oder nicht, in den Ausgang geschickt werden. Irgendeinmal zwischen zwoelf und sechs Uhr, fallen wir todmuede in unsere Betten.

Neuer Tag, neues Programm. Heute gehen wir mit Regis schweizer Freunden in den Zoo. Dort treffen wir des weitern auf Regis Artgenossen, die Affen, und andere lustige Kreaturen. Wie vom Affen gebissen gehts weiter in die tierisch grosse Shoppingmall. Dabei darf der Stop bei der Futterquelle (Sturbucks) nicht fehlen. Den Abend verbringen wir wieder bei unserer US- Ersatzfamilie, die uns in ein Restaurant mit riesigem Buffet ausfuehrt (Regi schlaegt viermal zu) und uns nachher noch zu einer Margarita in ihrem Whirlpool noetigt. Danach schlafen wir wie zwei Murmeli.

am naechsten tag landen wir am Stran din Carlsbad. Beim Suennele, Baden und Boogieboarden geniessen wir den sonnig schweigsamen Nachmittag (all die schwierigen Fragen haben uns geschafft). Wir sind erstaunt darueber, wie gut wir beim Anblick der talentierten (auch gutaussehenden)Surfer relaxen koennen. Hier laesst es sich gut leben!

Voellig entspannt geht es weiter in den Trubel von Los Angeles. Die Fahrt ins Stadtzentrum (fuer Lehrer: es handelt sich hierbei um die zweitgroesste Stadt der USA) ist schon ein abenteuer fuer sich. auf sechs bis zehnspurigen Highways schlaengeln wir uns (mittlerweile haben wir uns dem amerikanischen Fahrstil angepasst) bis nach Hollywood durch. Dort treffen wir vor dem Kodak Theater (fuer Lehrer: dort werden jedes Jahr die Oscars verliehen) auf Captain Jack, Spongebob und Batman, welcher Regi entfuehren will (aber nur fuer Geld). Schon einmal bis hierher durchgeschlagen, lassen wir es uns natuerlich nicht nehmen, die Villen der Stars in Beverly Hills anzuschauen und ein bisschen zu traeumen. Vorbei an Venice und Malibu Beach verlassen wir die Stadt in Richtung Santa Barbara. Auch hier laesst es sich bei Sonne, Strand und Surfern gut verweilen und auch hier kommen wir in den Genuss einer gratis Stadtfuehrung und eines kostenlosen Nachtessens.

Fazit:

  • Do you speak english back at home?
  • Do you have a house?
  • You don't have a pool?! Really?!
  • Do you have parkings like this in switzerland?
  • Boogieboarden macht Spass
  • Santa Barbara und Carlsbad haben viel zu bieten!
  • Nimm immer den Pass mit in den Ausgang (Lisa)!!!
  • "He, Captain Jack!"
11.9.07 19:24


Ps:

Danke fuer die vielen Geburtstagswuensche...ich habe mich sehr darueber gefreut!!!

Siedelerinnen:

Ihr macht es mir ja wieder einmal sehr schwer!!!Ich denke, das war doch wieder einmal die Gundeli-Truppe...Sarah, Barbara und Vivi ??? Und zwar habe ich zuerst gedacht, dass es ein wichtiges Fussballspiel ist..aber das waere ja zu einfach!!! Ist es ev. Basketball mit einem Mitspieler, der mit mir in den Kindergarten ging und der schon einmal gegen Roger Federer gewonnen hat???

Ganz liebe Gruesse vom Strand

Lisa

8.9.07 19:31


Bryce Canyon - Zion NP - Las Vegas - Grand Canyon - Joshua Tree NP

Nach diesem erholsamen Tag am Lake Powell freuen wir uns so richtig auf den Bryce Canyon und wieder etwas mehr Action. Diese finden wir in Form einer mehrstuendigen Wanderung (das Wasser reicht dieses Mal fuer eine bruederliche Aufteilung!) durch die unzaehligen orangen Tuerme des Bryce Canyons. Nach so viel Bewegung melden sich unsere (vorallem Regis) Baeuche zu Wort. Schnurstraks peilen wir das naechst beste und gemuetlichste Restaurant (genauer gesagt, das einzige weit und breit!) an. Wie es der Zufall so will, ist dies auch ein gratis Wireless Ort (wenn wir einen Laptop mitdabei haetten...). "Zuefaelligerweise" kommen wir mit einem netten Arzt und Laptopbesitzer ins Gespraech und dieser bietet uns "unverhofft" den Internetzugang an (somit bist du wieder in den Genuss eines weiteren literarischen Meisterwerks gekommen!).

Mit dem Sonnenuntergang erreichen wir den Zion NP, leider ist dieser voller Touristen und kein Campground hat noch Platz fuer uns. Deswegen fahren wir (nach einem gescheiterten Versuch, die Nacht beim Visitor Center zu verbringen) zu einem ausserhalb gelegenen Wall Mart (fuer Lehrer: hier ist Overnight Campen erlaubt!).

VIVA LAS VEGAS... Ohne uns zu verfahren, erreichen wir das vor Hitze und Leuchtreklamen flimmernde Gluecksspielstaedtchen. Wir finden sogar einen Campingplatz mitten im Geschehen mit Pool und Stromanschluss fuer die hier ueberlebenswichtige Klimaanlage bei ueber 40 Grad im Schatten. Der Nachmittag vergeht mit Shoppen, Trinken (schon wieder nur Wasser) und Staunen wie im Flug. Das Abendprogramm ist in Las Vegas schon vorprogrammiert: Nachtessen im Getuemmel, Margarita (on the rocks and frozen) im Flamingo, Bestaunen des architektonischen Groessenwahnsinnes und anschliessendes Zocken in "Paris"! Die Einarmigen Banditen werden uns schnell zu langweilig, deshalb wenden wir uns den Rouletttischen zu (huiii da dreht es sich aber...). Beim Zusehen, wie andere haufenweise Jetons gewinnnen, und gratis Drinks serviert bekommen, geraten wir in einen Spielrausch. Wir gehen aufs Ganze: Einsatz Lisa =10 Dollar, Einsatz Regi = 20 Dollar, Gewinn Lisa = 11 Dollar, Verlust Regi = 21 Dollar...wenigstens kommen wir auch noch in den Genuss eines Gratisdrinks! Unser Spielhunger ist somit zuerst einmal gestillt und wir kreisen mitten in der Nacht munter zu unserem kuehlen Schlafplatz zurueck.

Ueber den Hover Dam mit Sicherheitscheck (vielleicht haben wir in unserem WC ja Sprengstoff versteckt), geht es zuegig zum Garnd Canyon weiter. Dort geniessen wir nach einer sternenklaren Nacht unser Fruehstueck am Rande des gigantischen Canyons und schiessen bewegte Bilder.

Ueber den verlassenen Joshua Tree NP (auch die Amis muessen wieder zur Schule) geht es weiter ins sonnige San Diego!

Fazit:

  • Lass Regi nie hungern, sie wird muerrisch!
  • Ein Sternenhimmel kann vom Schreiben ablenken!
  • An "einem" Rouletttisch kann es verschiedene Reglen geben!
8.9.07 19:19


Lake Powell - Bryce Canyon

Unser Plan, uns hier am Sandstrand vom Lake Powell ein paar Tage zu erholen, geht vorerst auf. Wir geniessen den ersten Abend mit Jack Johnson, Freesbeespielen, Baden und Relaxen in trauter Zweisamkeit. Den naechsten Morgen beginnen wir mit einem ausgedehnten Strandspaziergang (vielleicht draengt uns ja jemand sein Boot auf...). Dieser endet mit einem netten Schwaetzchen mit drei junggebliebenen, "echt amerikanischen" Ehepaaren und einer Einladung auf deren Sportboot (kann man dem wiederstehen?). So fahren wir zu acht zwei Stunden spaeter zu einer einsamen Bucht und staunen nicht schlecht, als wir die fuer uns extra mitgebrachten Klappstuehle mit Sonnenschutz sehen (sogar kuehle Drinks und Chips Ahoy sind organisiert!).

Als waere das noch nicht genug, wollen sie uns umbedingt Kneeboarding beibringen (fuer LehrerInnen: Wasserski auf einem Brett und auf den Knien). Die Begeisterung allerseits ist enorm! Die ziehen uns doch freiwillig einen ganzen Nachmittag lang hinter ihrem Boot her, geben uns Starthilfe, feuern uns tatkraeftig an, schiessen hunder Fotos und haben dabei anscheinend fast noch mehr Spass als wir. Weil wir solche Naturtalente und Frohnaturen sind, machen sie uns ploetzlich ihre surfenden, gutaussehenden und unverheirateten Soehne (a la Jack Johnson) schmackhaft und laden uns gleich noch zum anschliessenden Abendessen ein. Selbstverstaendlich fahren wir mit dem Boot zum Restaurant und duerfen nichts bezahlen. Als waere dies noch immer nicht genug, spendiert man uns zurueck am Strand eine selbstgemixte Margharita on the rocks. Beim Abschied wuerden sie uns am liebsten adoptieren und wir muessn ihnen versprechen sie in San Diego zu besuchen.

Den naechsten Tag wollen wir aber wirklich ruhig angehen. Wir fahren zum einmaligen Antelope Canyon, wo wir zuerst von den Indos so richtig abgezockt, anschliessend wie die Kuehe in einen Laster gepfercht, in kuerzester Zeit durch den Canyon geschleust und abgefertigt werden. Jetzt muessen wir uns aber wirklich erholen und geniessen den Nachmittag am Strand und den Abend am Lagerfeuer einer netten deutschen Familie (aber sonst sorgen wir fuer uns selbst!).

Fazit:

  • Ranger Danger
  • Five dollar
  • sinking sip (= sinking ship)
  • San Diego (und Soehne) wir kommen!
  • Everyone can drive a boat (without a licence)

Ps:

Wegen Reklamationen sehen wir uns gezwungen zu erwaehnen, dass einfachheitshalber (nicht etwa bequemlichkeitshalber) die weibliche Form des Wortes "Lehrer" in diesem inbegriffen ist. Herzlichen Dank fuer euer Verstaendnis!!!

1.9.07 21:25


Salt Lake City - Moab - Arches NP - Canyonlands - Monument Valley - Lake Powell

Es wird heisser und heisser, wir kommen immer wie weiter ins Wuestengebiet, trinken wie zwei Kamele (meistens Wasser) und suchen jeweils zur Siestazeit die kuehlsten Schattenplaetzchen auf. So auch in Moab: Am Morgen angekommen, lassen wir uns ueberlebenswichtige Tips im Visitorcenter geben, verbringen den Nachmittag mit einem riesiegen Fruchtsmoothie in einem sehr gemuetlichen und durchaus sehr kuehlen Caffee, wo wir einem unserer neuen Lieblingshobbies (= Leutebeobachten) nachgehen und wagen uns am Abend in den Arches NP. Dort bestaunen wir den traumhaft schoenen Sonnenuntergang unter einem der unzaehligen Arches und glauben, wir sind in einen Filmabspann geraten. Beim anschliessenden Sternebeobachten vergessen wir komplett die Zeit, beschliessen aber trotzdem am naechsten Morgen frueh aufzustehen, um den Sonnenaufgang zu sehen.

Leichter gesagt als getan: Nach einer Stunde doesen, werden wir um fuenf Uhr morgens auf brutalste Weise vom Wecker geweckt (erinnert uns irgendwie an geregelte Arbeitszeiten). Waehrend Regi sofort auf den Beinen ist und am liebsten gleich losfahren moechte, ziehe ich morgenmufflig den Schlafsack ueber die Ohren. Regi braucht all ihre Ueberzeugungskraft um mich (im Schlafsack) auf den Beifahrersitz zu bewegen. Wir muessen wohl nicht erwaehnen, dass die Fahrt zum Ausgangspunkt unserer Sonnenaufgangswanderung ziemlich wortkarg verlaeuft. Aber alle Muehe hat sich mal wieder gelohnt und wir bestaunen die wunderschoenen Kulisse.

Als die ersten Touris keuchend auftauchen und zu einem Stoerfaktor fuer unsere Fotolinse werden, wandern wir leichtfuessig (nicht zu verwechseln mit leichtsinnig oder schweissfuessig) zum Auto und fahren zum Ausgangspunkt der zweiten Wanderung dieses Tages. Energiegeladen wie wir nun BEIDE sind, nehmen wir die groesstmoegliche Route (9 Milen) mit einer grossen Flasche Wasser und bei 35 Grad im Schatten in Angriff. Nach einer Stunde werden wir langsam schwerfuessig (nicht zu verwechseln mit schwerfaellig!) und die Wasserflasche wird langsam beaengstigend leicht. Erste Fatamorganas tauchen in der flimmernden Wuestenluft auf. Das Wasser wird in kleinen Schlucken schwesterlich eingeteilt. Als wir die Hoffnung, eine Oase zu finden, schon fast aufgegeben haben, nimmt zum Glueck der Menschenstrom zu und wir erreichen die langersehnte Wasserquelle. Nun trinken wir wie zwei Tromedare.

Sowohl im Canyonlands NP als auch im Monument Valley fineden wir superschoene Schlafplaetzchen mit phaenomenaler Aussicht (muessen wir noch speziell erwaehnen, dass sie fuer uns gratis sind?). Doch der schoenste Schlafplatz bringt nichts, wenn man vom Schlafen abgehalten wird. In der einen Nacht schwitzen wir den Schlafsack nass und in der anderen ist unser Van (mit wertvollem Inhalt) Blitz, Donner, Regen und Windboeen ausgesetzt.

Zerknittert und uebernaechtigt fahren wir in der bruetenden Hitze zum Lake Powell, wo wir uns von diesen Strapazen erfrischen und erholen muessen.

Fazit:

  • Gewitter kann es auch im Gemueseregal geben.
  • Ein sprachlicher Flapsus kommt selten allein.
  • "Maestro, magge du mir di Aare ?"
  • Sprich niemals deine boesen Gedanken laut aus, sie koennen schnell Realitaet werden (Blitz!).
  • Es kann kein gutes Zeichen sein, wenn die Assgeier in der Wueste ueber uns kreisen!
31.8.07 23:32


Calgary - Milk River - Yellowstone - Grand Teton - Salt Lake City

Auf der Fahrt von Calgary in Richtung Grenze befallen uns erste Zweifel, ob wir wirklich in die USA einreisen wollen. Eindeutige Zeichen sprechen dagegen: wirbelsturmartige Boeen fegen uns fast von der Strasse, sintflutartige Regenfaelle lassen uns im Schneckentempo vorankommen und rauchige Luft von Waldbraenden laesst uns kaum mehr atmen. Aber wir geben nicht auf (waren schliesslich mal Lehrerinnen!) und kaempfen uns tapfer bis zur amerikanischen Grenze durch. Dieses mal haben wir uns im Voraus gut auf den Akt der Grenzueberschreitung vorbereitet (die Unterlagen bereit, Kuehlschrank geleert, Witze unterdrueckt, Finger fuer eventuelle Fingerabdruecke gewaschen und Laecheln perfektioniert). Doch alle Muehe hat sich gelohnt und wir sind innert zwei Minuten ueber die Grenze.

Vom Yellowstone Park sind wir im wahrsten Sinne des Wortes Feuer und Flamme. Wo wir auch hinschauen brodelt und dampft es aus dem Boden (fuer Lehrer: unter dem Yellowstone Park befindet sich ein Supervulkan). Aus dem Staunen kommen wir, beim Anblick des Ausbruchs des Old Faithful Geysyrs, nicht mehr raus. Neben dem Zischen geht ein lautes Ahhh und Ohhh durch die Menge, in das wir natuerlich voller Ironie lauthals einstimmen.

Benebelt von den Schwefelgeruechen fahren wir ueber den Grand Teton NP nach Salt Lake City (fuer Lehrer: die Stadt der Mormonen!). Wissenshungrig wie wir sind, gehen wir zielstrebig ins Zentrum aller Heiligtuemmer und machen doch gleich eine halbstuendige Gratisfuehrung mit. Da unsere Gruppe leider nur aus sechs Personen besteht, koennen wir nicht in der Masse untertauchen und unser Laecheln auf den Stockzaehnen nicht verbergen. Schlussendlich entschliessen wir uns, trotz allen Bekehrungsversuchen, kein Buch der Mormonen zu kaufen, nicht dem Chor beizutreten und unsere Namen zu behalten. Obwohl uns die sprechende Heiligenstatue (huchh...wo kommt die Stimme her?!) und uns das Abschlussliedchen der beiden jungen Tourifuehrerinnen schwer beeindruckt haben. Befluegelt lverlassen wir die Stadt.

Fazit:

  • This is the place!
  • In extrem komischen Situationen Blickkontakt vermeiden.
  • Staendiger und ploetzlicher Fahrbahnwechsel scheint hier Nationalsport zu sein.
  • Beim Alkoholkauf auch in unserem Alter (geschaetzte 17!!!) immer den Ausweis dabei haben.
24.8.07 19:58


Steward - Prince George - Jasper - Banff - Calgary

Die mehrstuendige, nasse Fahrt von Steward ueber Prince George in den Jasper NP verlaeuft eher ruhig. Nach dieser Aufregung (siehe letzter Eintrag) sind wird aber froh darueber. Eine laengere Pause machen wir nur, um uim Starbucks unser neues Lieblingsgetraenk (Grande Chai Latte) zu trinken und (schmarotzerisch wie wir inzwischen sind) in einem kleinen Visitor Center den einzigen Pc mit Internetanschluss fuer 3 Stunden zu blockieren (ein Plauderstuendchen mit einer zuefaellig getroffenen Oltnerin ist dabei inbegriffen).

In Jasper gefaellt es uns noch besser als vor drei Jahren! Verschiedene Zeichen ( extrem grosser Regenbogen, aus dem Schlaf reissende Sternschnuppe, verlockende Jobangebote und skiliftsnahe Unterkunftsmoeglichkeit) sagen uns eindeutig, dass wir hier einfach laenger bleiben sollen. Vorlaeufig tun wir das auch fuer 4 Tage. In dieser Zeit stuermen wir (hyperaktiv wie wir nach der langen Autofahrt sind) einen Berg in zweieinhalb Stunden, anstatt wie angegeben in 5 Stunden. Da sonst anscheinend niemand so verrueckt ist wie wir und alle anderen Touris mit der Gondel rauffahren (dabei aber nicht weniger als wir ins Schwitzen kommen), schmuggeln wir uns anschliessend als blinde Passagiere in die Gondel talwaerts.

Nach diesem Fitnessparcours geniessen wir die Abkuehlung im wunderschoenen, stahlklaren Lake Annette und amuesieren uns ueber die vielen Touris, die beim Eintauchen einer Zehe vor Kaelte erstarren. Dabei liegt die geschaetze Wassertemperatur doch bei angenehmen geschaetzen 18 Grad. Wir finden es hier so schoen, dass wir beschliessen, die Nacht in unseren wohligwarmen Schlafsaecken (und einem Muetzli) auf dem Holzsteg zu verbringen und dabei die Sternen (und Sternschnuppen) zu beobachten. Aber einmal mehr macht uns ein Ranger einen Strich durch die Rechnung: Kaum warm angezogen und mit Stirnlampe ausgeruestet, klopft es laut an unsere Tuer und ein graumellierter Uniformierter weist uns darauf hin, dass er den Park schliessen muss. Redegewandt wie wir inzwischen im Englischen sind, haben wir eine passende Ausrede bereit uns fahren weiter zu einem anderen illegalen Schlafplaetzchen.

Aber frueh am naechsten Morgen geht das Geklopfe schon wieder los: Regi nimmt Blickkontakt zu Lisa auf. Ratloses Starren. Keine Bewegung. Abwarten. Erneutes Klopfen. "Parc Service!". Herzrasen. Gegenseitiges Anstarren. "Mache mir uf?""Soell ich mol useluege?"'Neiiii!"Energisches Klopfen und aergerliches "Parc Service!" Herz in der Hose. Immer noch bewegungslos. "Wei mir doch usse?" "Neiiii, jetzt isch sie scho haessig." Sekunden werden zu Stunden. Eiskalte Fuesse und Schweissausbrueche. Abwarten des Startenden Motors. "Soell ich jetzt usseluege?" "Nei, wart no fuenf Minute." Flucht in die Menschenmasse von Jasper, um unerkannt zu bleiben. Adrenalinschub haelt den Rest des Tages an.

Leider kann Banff, nach diesen legendaeren Tagen in Jasper, nicht mithalten. Deswegen verlassen wir das baustellenreiche Staedtchen nach einer Ausgiebigen Shoppingtour und einer ausgewogenen Staerkung im Mc in Richtung Calgary.

Auf den ersten Blick gefaellt uns Calgary gar nicht (laermig, stinkend, smogig, unfallgefaehrlich und verfahrend). Aber da muessen wir jetzt durch, um in "unserer" Werkstatt die defekte Wasserpumpe reparieren zu lassen (drei Tage Katzenwaesche sind genug). Dank unserem freundlichen Laecheln duerfen wir sogar gratis auf dem sicheren und rangerlosen Firmengelaende uebernachten. Da wir am naechsten Morgen in aller Herrgottsfruehe (fuer Lehere Schulbeginnszeit) geweckt werden und unser Van in kuerzester Zeit repariert ist, geniessen wir die fruehen Morgenstunden in Downtown Calgary. Hier geraten wir wieder einmal ungeplant in ein Fest hinein. Dieses mal hat es aber keine Cowboyhuete und Batikroecke, sondern lauter bunt angezogene Chinesen.

Fazit:

  • "Denn wo ich no gschafft han...."
  • "Play death early" (wenn ein Ranger kommt)
  • Fuer eine Wanderung in einem Baerengebiet immer Gespraechsstoff bereithalten.
  • Calgary hat ja gar kein Skigebiet!
22.8.07 21:33


Steward - Hyder

Heute ist der Baer los!

Baereits auf dem Weg nach Steward duerfen wir dreimal laut sagen: " Achtung en Baer!" Diese Baerenfahrt hat uns so gepraegt, dass wir bei der anschliessenden Joggingtour durch einen Baerenwald beim kleinsten Geraeusch vor Schreck zusammenzucken.

Scheinbaer hat uns die ganze Aufregung hungrig gemacht. Dank dem baerenstarken Tip einer netten Einheimischen finden wir ein supergutes  Restaurant, wo wir "den" Lachs unserer Traeume serviert bekommen. ( Regi ist dadurch endlich wieder einmal so richtig satt!) Es ist einfach wunderbaer! Da Fisch bekanntlich schwimmen soll, lassen wir den Abend in einer Baer (fuer Lehrer: Kneipe!) ausklingen!

Baereits um 6.00 Uhr am naechsten Morgen ( nicht am Abend) machen wir uns auf den Weg zu einem hier baeruehmten Baerenplatz. Offenbaer fischen dort die hungrigen Baeren besonders gerne. 2 Stunden und 2 Baeren spaeter sind wir etwas muede ( 6.00 Uhr war wohl doch etwas frueh!) und legen uns kurz (=2h) in unseren gemuetlichen Van aufs Ohr. Als wir an den Ort des Geschehens zurueckkommen, muessen wir uns anhoeren, dass wir in der Zwischenzeit 5 Baeren verpasst haben! (Wollen die uns verarschen?) Da wir diese Show verschlafen haben, beschliessen wir den Tag beim Salmon Glacier (fuer Lehrer: der laengste Gletscher von Nordamerika, der mit dem Auto zugaenglich ist) zu verbringen. Dies ist ein wunderbaerer Nachmittag mit viel Sonnenschein.

Fruehzeitig um 6.00 Uhr (= am Abend) gehen wir zurueck zum Pick-Nick Platz der Baeren. Beobachtbaer sind nicht nur die vielen lustigen Touris mit ihren Monsterkameras (die filmen wohl alle fuers National Geographic) sondern auch die nach vergleichbaer kurzer Zeit auftauchenden Braun- und Schwarzbaeren. Der ploetzlich beginnende Platzregen verscheucht den groessten Teil der Besucher mit ihren Stativen, so dass wir nun an vorderster Front fuers National Geographic filmen koennen. Was sich da vor unseren Augen abspielt, ist wirklich filmreif und bis heute unbegreifbaer (wir binden dir also wirklich keinen Baeren auf!)

Wenige Meter vor uns taucht ein Mamabaer mit ihren 3 Jungen auf. Anscheinend sind wir fuer sie unsichtbaer, denn sie fischen, essen, balgen, plantschen und waten ganz ungestoert in unserer Anwesenheit. Das ganze Schauspiel dauert ueber eine Stunde, dann verschwinden sie im Gebuesch.

Das Glueck kaum fassbaer schlendern wir zu den oeffentlichen WCs (soviel Aufregung haelt unsere Blase nicht aus). Warum dieses Detail? Kaum aus dem WC, laufe ich der Baerenfamilie direkt vor die Fuesse und rufe verzweifelt nach der erstbesten Person (=Regi), die kann oder will mich nicht hoeren. Nein, sie laeuft in ihrer Flapsigkeit auch noch dazu! Der zu Hilfe eilende Ranger meint nur: "You've got a good view!" (Scheinbaer gelassen!) Dieses Mal koennen wir die Baerenfamilie (mit Sicherheitsabstand) nochmals 10 Minuten beobachten und werden dann, da wir die nun die Letzten sind, mit einer Privateskorte (=freundlicher Ranger mit Auto) bis zu unserem Van begleitet. Als waeren das noch nicht Baeren genug gewesen, treffen wir auf dem Weg zu unserem Schlafplatz nochmals auf einen im Dunkeln fast unsichtbaeren Baeren am Strassenrand.

...wo haben sie nur all die Baeren losgelassen???

Fazit:

  • Nicht mal auf dem WC ist man sicher vor den Baeren!
  • Verschlafen muss nicht immer negativ sein (Fuer Schueler und Lehrer gilt dies jedoch nie!)!
  • Wir sind jetzt hyderized mit Ausweis!
  • Suebaer, hee?

 

14.8.07 01:16


Valdez - Tok - Whitehorse - Watson Lake - Steward

Da das schlecht Wetter nun schon seit Tagen anhaelt, nutzen wir die Zeit um lange Strecken zurueckzulegen (siehe Titel!) und gemuetliche Stunden in Kaffees zu verbringen. Doch auch bei diesen scheinbar harmlosen Taetigkeiten kann es zu kuriosen Sitationen kommen. Dieses Mal machen wir es dir nicht so einfach (fuer Lehrer: schliesslich muss die Gehirntaetigkeit so kurz vor Schulbeginn wieder aktiviert werden!), wir beschreiben dir nur die Ausgangslagen einiger Erlebnisse und sind sehr gespannt wie du dir den weiteren Verlauf vorstellst (wir freuen uns schon auf ein volles Gaestebuch!!!).

Situation 1:

Wir sitzen gemuetlich in einem Kaffe in Whitehorse (Fensterplatz), als ein junger sehr gutaussehender mit Muetze das Lokal betritt und sich direkt neben uns setzt. Kurz darauf geht Regi eine Telefonkarte kaufen, uns zwinkert Lisa beim Hinausgehen auffaellig zu. Kaum...

Situation 2:

Im selben Kaffee, etwas spaeter: Nach so viel Aufregung und Kaffee entsteht schon mal der Drang das WC aufzu suchen. Dazu benoetigt man einen auffaelligen Schluessel (Anhaenger = Suppenkelle), der normalerweise gleich draussen neben der Tuer haengt. Aber...

Situation 3:

Waehernd der Fahrt auf einer Schotterstrasse konzentriert sich Lisa auf die Strasse und Regi spielt DJ (aufmerksame Leser weissen nun, wer am Steuer sitzt). Ein roter Jeep kommt mit ueberhoehter Geschwindigkeit auf der Gegenfahrbahn entgegen. Ploetzlich...

Wir sind schon sehr gespannt auf eure Vorschlaege, Loesungen gibt es aber nur fuer Teilnehmende. An alle Lehrer: Wir wuenschen allerseit einen guten Schulstart! Uebrigens waere eine solche Aufgabe gut fuer den ersten Schultag nach den Ferien geeignet  !

Fazit:

  • Gesterbuicheintraege ohne Namen werden ignoriert!
  • Alle anderen Eintraege werden mit Genuss gelesen!
  • Mc Muetzli ist ein Traeumli wert!
  • Nie mehr im Subway essen.
  • "don't play death to early!!!" (In Bezug auf Baeren!)
13.8.07 00:27


Whittier - Valdez

In der Warteschlange vor der Faehre amuesieren wir uns ueber die genervten Schweizer (die haben wir gestern schon ignoriert) und ueber einen uebermotivierten Angestellten, der fuer uns den Pausenclown spielt. So vergeht die Wartezeit (1 h Verspaetung, wir sind ja nicht in der Schweiz) wie im Flug (wobei Fluege ja auch lange dauern koennen). Wir finden es ganz nett, dass das Personal (= Pausenclown) uns beim auslaufen aus dem Hafen hyperaktiv zum Abschied winkt!

Die sechstuendige Fahrt nach Valdez wird fuer uns zu einer richtigen Wildlifetour. Wir sehen Seeloewen, die sich auf Steinen raeckeln, Walfische, die nach Luft schanppen, Lachse, die vor Freude in die Luft springen, Puffins, die durch die Luefte segeln und Seeotter, die im Wasser plantschen (sueper, due, hee?). Das Highlight ist aber unumstritten der Abstecher zum Columbia Gletscher, der im Meer endet (fuer Lehrer: er kalbert also...). Waehrend der Steuermann unser Schiff geschickt um die vielen Eisberge herumsteuert (=cruizt), koennen wir das Knacken des Eises hautnah miterleben (vielleicht koennen wir unsere Filmaufnahmen in LA fuer TITANIC 2 einreichen!).

Heute steht eine sechstuendige Seakayakingtour auf dem Programm. Als wir morgens um 8 Uhr deswegen aufstehen (fuer Lehrer: Schulbeginnzeit!), moechten wir am liebsten im warmen Shclafsack eingekuschelt bleiben, denn draussen nieselt es aus dem stockdicken Nebel. Aber das fruehe Aufstehen lohnt sich! Wir erlebn einen supertollen, mystischen, aufregenden, loechrigen, kuehlen, lustigen, nassen, gletschrigen, kayakigen (fuer Lehrer: steht doch sicher im Duden?), muetzigen, (fast) fuehrerlosen und nasssockigen Tag auf und um den Valdez Gletscher. Dazu das Wichtigste in Kuerze: Regi faellt ins Gletscherwasser (mit einem Bein), bekommt damit noch mehr Aufmerksamkeit, wir langweilen uns an der Front, bis der unfaehige Rest der Gruppe mit Steuerproblemen keuchend eintrifft (dafuer duerfen wir sagen wos langgeht) und uebernehmen kurzerhand die Fuehrung auf dem Gletscher (hmmm...warum muessen wir eigentlich fuer diese Tour bezahlen?). Sogar mein Steinwerftrick wird nachgemacht, schlaegt aber promt fehl (haette ich im Voraus schon sagen koennen!). Da der Guide (Connor) so entzuecht ueber unsere Fuehrungsqualitaeten ist (oder Mitleid mit Regi?), laed er uns am Abend zu einem Bier mit dem Rest der Crew ein. Wir verdraengen das schlechte Erlebnis mit dem Ranger und sagen zu. Mit Bier und vielen lustigen Bekanntschaften (mit den neuseelaendischen haben wir sprachlich etwas Muehe!) endet dieser valdezische Tag.

Fazit:

  • Fuer eine Erstaugustfahne braucht man nur einen Pizzadeckel, Papier, Leim und einen Filzstift (fuer Lehrer: einen roten Filzstift)
  • Eine Wollmuetze kann wie ein Helm aussehen!
  • Geschicktes Herumtroedeln kann zu einem Gratisbier fuehren!
  • "Sick Dude"
  • Ein Husky wuerde gut in unseren Van passen!
  • Auf neuseelaendisch Fluchen ist schwierig!
7.8.07 19:23


Anchorage - Seward - Whittier

Auf dem Weg von Anchorage nach Hope haben wir wie immer die Arbeitsaufteilung gut im Griff : Waehrend die eine sich voll und ganz auf die Strasse (mit allen Baeren, Elchen und Schlagloechern) konzentriert, ist die andere voll und ganz fuer das Wohlbefinden aller Mitfahrenden und deren individuellen Musikwuenschen zustaendig (mit anderen Worten: ein Bimbojob).

Zurueck zum Wesentlichen: in Hope angekommen, suchen wir einen Campingplatz und fallen hungrig uebers Abendessen her. Dies bewirkt bei mir, dass ich direkt vom Tisch ins Bett falle (Tisch = Bett). Bei Reegi hingegen juckt es noch in den Beinen und sie geht auf einen Abendspaziergang (wer weiss, vielleicht laeuft ihr ja ein schoenes Motiv vor die Linse). Mutig (oder naiv wie sie ist...Blondheit), schlaegt sie sich bis zu einem etwas versteckten Pick-Nick Platz mit Meersicht durch, stellt sich vor Entzueckung auf den Tisch und knippst drauflos. Rascheln im Gebuesch. Fokusieren des Gebueschs. Blickkontakt mit Baer. Ganzes Leben laeuft vor Augen ab. Beidseitiges Erschrecken. Verzweifeltes Pfeifen (warum gerade Lovebugs?). Aufrichten des Baerens auf die Hinterbeine. Hysterisches Peifen und langsamer Rueckzug. Sehr lautes Pfeifen (im Van trotzdem nicht zu hoeren). Schnellst moegliche ueberlegte Flucht nach Hause. Tuere schletzen. Atem holen. Zuerst gestellte Frage:" Hesch es Foti gmacht?"

Nach einem Baerentiefschlaf suchen wir Downtown Hope und finden EINE Strasse mit schnuckeligen Blockhaeuschen, die wir sofort fotographieren muessen (das geht nach gestern Abend auch ohne auszusteigen).

Weiter gehts nach Seward, hier schlaegt uns ein rauher Wind entgegen. Auch der Wellengang ist nicht zu verachten un dso beschliessen wir die Seakayakingtour fuer schoenere Tage aufzuheben. Dafuer gehen wir ausfuehrlich Kaffeetrinken, durchstoebern saemtliche Tourishops und machen einen gratis Rundgang durchs Meeresmuseum (die Kasse muessen wir wohl uebersehen haben).

Auf dem Weg nach Whittier fahren wir an unzaehligen Gletschern vorbei, die von vielen gut ausgeruesteten aber unsportlichen Amerikanern bestuermt werden. Was wir nicht wussten: die letzten 2, 7 Meilen gehen durch einen dunklen, engen, stinkigen, fluchtweglosen, einspurigen, schienigen und holprigen Tunnel (fuer Lehrer: der laengste in Nordamerika). Dieses Mal bedeutet das Licht am Ende des Tunnels nicht etwa Rettung, sondern der Eintritt in ein Kaff ohne jeglichen Charme. Kaum angekommen machen wir auf die Suche nach der naechstmoeglichen Faehre nach Valdez (mit FLuchtplaenen kennen wir uns inzwischen ja aus)!

Fazit:

  • Niemals in einem fremden Land auf schweizerdeutsch ueber andere Menschen laestern!
  • Reegi nie alleine auf einen Abendspaziergang lassen!
  • In einer Baerenregion immer den Fotoapparat bereit halten!
  • Bei einem oeffentlichen Sektenkonzert zuegig daran vorbei gehen!
3.8.07 21:18


Fairbanks - Denali NP - Anchorage

 Nachdem uns Fairbanks nicht gerade vom Hocker gerissen hat, setzen wir unsere Fahrt hoffnungsvoll in Richtung Denali National Park fort. An einem "senic view point" (meistens sind die gar nicht so senic!) machen wir einen kleinen Halt. Dort kommen wir mit 3 Radfahrern (Schweizer und Deutsch) ins Gespraech. Zwei von ihnen sind von Argentinien bis nach Alaska gefahren (woaw...) Kurz entschlossen machen wir ein kleines Picknick am Strassenrand.

Angekommen am Eingang des Denali NP, getrauen wir uns fast nicht hier anzuhalten, vor unseren Augen steht ein Touridorf wie aus dem Bilderbuch. (Badelatschen, weisse Tennissocken und bedruckte Denali T-shirts) Deswegen fahren wir weiter und parkieren unser Luxusvan auf einem illegalen (aber sehr schoenen) Parplatz neben einem sandigen Flussufer. Den naechsten Tag nutzen wir fuer Vorbereitungen fuer unser bevorstehendes Wildnisabenteuer. An diesem Tag sehen wir auch schon zum ersten Mal den gewaltigen Mount Mc Kinley (fuer Unwissende: man kann ihn nur mit sehr viel Glueck sehen!) (...wir gehoeren also zu diesen Gluecklichen!!!)

Morgens um 5 Uhr (...ja schon wieder so frueh...) quaelen wir uns aus dem warmen Bett, packen unsere sieben Sachen fuer unsere dreitaegige Expedition zum Basislager! Auf der 6 stuendigen Busadvanturefahrt quer durch den Denali NP, sehen wir dann endlich die ersten putzigen Tierchen. Auch heute scheint einer dieser seltenen Tage zu sein, wir sehen den Mount Mc Kinley schon wieder ( wolkenlos) (...schon wieder...).

Angekommen im Basislager beim Wonder Lake, schlagen wir unser Mietzelt auf und geniessen die Aussicht auf "unseren" Berg (fuer Lehrer: den hoechsten in Nordamerica). Bald juckt es uns in den Beinen (nicht nur wegen den vielen Mosquitos) und wir wagen einen ersten Backcountryhike auf den Huegel nebenan. Dabei merken wir schnell, dass die Angst vor Baeren verfliegt, wenn man die Orientierung nicht mehr hat.

An dieser Stelle muessen wir erwaehnen, dass wir einmal mehr sehr viele Leute kennengelernt haben. Sie koennen es einfach nicht verstehen, mit wie wenig Essen wir auskommen koennen (wir haben eben keine Expeditionsnahrung dabei...)und bieten uns Essen im Uebergfluss an (Anmerkung: die Haelfte unseres Essens mussten wir wieder mit zurueck nehmen...)

Nach einem langen Tiefschlaf wollen wir an diesem erneut wolkenlosen Tag (langsam wird es langweilig...), die Zeit nutzen und auf eine weitere groessere Wanderung gehen. Aber wir kommen nicht weit. Ein uns noch freundlich erscheinender Ranger, drueckt uns einen Baerenspray in die Hand (wir haben schliesslich nur die nutzlosen Baerengloeckchen dabei...) und laed uns bei dieser Gelegenheit zu einer Kanufahrt (sonst fuer Touris nicht machbar) und zu einem anschliessenden Essen mit anderen Rangern ein. Natuerlich ist das ein super Angebot (wer denkt da schon an Haken) und wir nehmen diese Einladung gerne an. Das Abendessen entpuppte sich zu einem Dinner fuer drei (dafuer wissen wir nun wie Cariboufleisch schmeckt) und die Kanufahrt fiel buchstaeblich ins Wasser. Das Highlight des Abends war aber das Dessert (und viel Bier), welches wir bei einer netten Familie (Freunde des Rangers) in einem gemuetlichen Traumblockhaus geniessen koennen. Dazu gesellen sich immer wie mehr Leute (darunter auch ein sehr huebscher UND freundlicher UND netter Pilot)(koennte da ein Flug drin liegen???)

Sie finden uns alle so nett, dass wir gleich fuers Morgenessen eingeladen werden. Wir fuehlen uns schon fast wie zu Hause und schlagen uns die Baeuche mit Pancakes voll...Doch dann kommt die Wende...Der bisher so nette Ranger will uns fuer sich alleine haben, will ploetzlich gehen und wir muessen wohl oder uebel mit ihm mit (dabei gefiel es uns dort doch so gut!) Unterwegs laesst er uns beim Wonder Lake raus und wir duerfen doch noch unsere Kanutour machen. Geniessen koennen wirs ueberhaupt nicht, und schmieden verzweifelt Fluchtplaene. (Schliesslich wollen wir nicht bei ihm in der einsamen Rangerhuette uebernachten...) Kurz und gut: die Flucht gelingt, wir sind gluecklich, der Ranger sehr eingeschnappt (was uns jetzt egal ist).

Vor Freude huepfend kommen wir zur Busstation, doch leider faehrt unser Bus erst in 2 Stunden zurueck. Beim Warten kommen wir einmal mehr mit etlichen Leuten ins Gespraech. Darunter auch zwei Englaender welche mit uns die lange Busfahrt ueberleben. Vage verabreden wir uns zum Abendessen in Anchorage.

Frisch geduscht (nach vier Tagen ein Genuss!) und zurueck in der Zivilisation geniessen wir die schoene Fahrt nach Anchorage in unserem Zuhause in vollen Zuegen.

An den darauf folgenden Abend koennen wir uns nicht mehr so ganz erinnern...wir wissen nur noch, dass es sehr lustig war...

Den Sonntag nutzen wir zum Waschen, Kaffeetrinken, Spazieren am Meer und Sonnentanken. Nach so viel Ruhe (ohne neue Bekanntschaften) zieht es uns heute aber schon wieder weiter zur Kenai Halbinsel!

Fazit:

  • "trust your eyes" (auf Wanderungen ohne Weg)
  • "trust your instinct" (im Umgang mit Rangern)
  • Im Denali NP: 12 Baeren, 6 Caribous, 3 Elche, 7 Biber, 1 Murmeli, 273 Hasen,  2 Bergziegen, 54 Eichhoernchen, 7254 Mosquitos !!!
  • Als Frau musst du nie hungern
  • Abwasserentleerung vom Van immer mit Handschuhen erledigen
  • Ein Baer kann wie ein Murmeli aussehen!
  • Bier aus Alaska ist fein !!!
31.7.07 02:09


An alle Siedler !!!

Hallo Ihr Siedlers...

 Ihr bringed mich jo schoen durenander...das wird mir jo au e lustigi Rundi gsi sii!

Ich versuechs e mol!

1.) Es gwuennt de wos z erst bemerkt!!! ( Die ander isch schienbar eifach nid gmacht zum Siedlere..meh het d Uebersicht ueber sini Puenikt :-) )

2.) c isch natuerlich unsere Lieblings Drache!!! b isch wohrschienlich s Barbeli und a choennti mini Lieblings Mitspielerin sii ( Lindi?)

Das isch agr nid e so eifach fuer mich...ich hoff ich bechum denn d Loesig no!!!

 

 Liebi Griessli us Anchorage und uebed wiiter z Siedlere, will wenn ich zrugg bi, bruch ich jo wieder ebebuerdigi Gegner

Lisa

 

30.7.07 21:59


Dawson - Tok - Fairbanks

Einmal mehr haben die Dummen mehr Glueck als Verstand...Schon wieder sind wir zufaelligerweise mitten in einem Musicfestival gelandet. Nur dieses Mal ist es nicht Montreal sondern Dawson City und dieses Mal ist es nicht cooler Jazz sondern provinzialer Country! (Wird jedoch im Radio live uebertragen...) Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus und zaehlen die Birkenstoecke, Cowboy Huete, Batikroecke und liebenswerte Hunde! Doch nach einer Weile wird es uns trotzdem zu viel und wir erklimmen den Hausberg "Dome", was uns da erwartet haetten wir uns nie ertraumen lassen: neben einer grossartigen Aussicht verbringen wir rund 2 Stunden damit, uns mit saemtlichen Gipfelstuermern (und auch -innen) anzufreunden. So konnten wir unser Englisch, Franzoesisch, Deutsch, Hollaendisch und natuerlich auch unser Zueri Duetsch auffrischen!!! Die hollaendische Senioren Truppe gefiel uns am besten, wir sind ja sogar in ihrem Fotoalbum verewigt.

Wir sind mittlerweile so gut erholt, dass wir doch tatsaechlich freiwillig unseren Wecker auf 6.30 Uhr stellen! (wird aber trotzdem nicht zur Gewohntheit!) Also eigentlich wollten wir aus ganz egoistischen Gruenden als erste den top of the World Highway befahren, vielleicht laueft uns um diese Uhrzeit ja noch ein Baer oder ein mammut ueber den Weg...wer weiss...(hauptsache kein Drachen) Leider sind uns nur Kanninchen ueber die Schotterstrasse gehoppelt. Wir geniessen die Aussicht auf unzaehlige Gipfel und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Auf dem Gipfel des hoechsten Berges tauchte aus dem Nichts ein kleines Holzhaeuschen auf. Es entpuppte sich beim Naeherkommen als amerikanischer Grenzposten! (ein idealer Ort fuer Schmuggelware! hehheh) Wir versuchten es wie immer mit unserem ueberaus freundlichen Laecheln und einem Witzchen am Rande und siehe da...wir kommen problemlos und mit allen unseren geschmuggelten Lebensmitteln nach Alaska!

Einige Schlagloecher spaeter kommen wir nach Tok und stuermen (wie fast immer) zuerst das Touricenter! Die freundliche Lady hinter der Theke hat nichts zu tun und faellt vor Begeisterung ueber zwei originale Swiss Ladys beinahe in Onmacht. Bevor sie uns beraet besteht sie darauf, dass wir uns sofort im Gestebuch eintragen (das haengt nun wahrscheinlich eingerahmt in ihrem Wohnzimmer!) Sie gibt uns einige Geheimtipps und so landen wir auch am wunderschoenen Moonlake. Wir breiten uns, wie es sich fuer Touris gehoert, am Strand aus und springen ins lauwarme Wasser ( juhuii, eine Gratisdusche). Am Abend werden wir dann mit einem einheimischen frischen Lachs ueberrascht, der von einem ausgewanderten Californier eigenhaendig fuer uns zubereitet wird! ( Auch ihn hauen die Swiss Missen beinahe vom Hocker) Nach der Gratisdusche und dem Gratislachs schlafen wir in unserem nach Fisch riechenden Van wohlig warm ein.

Heute fuehrt uns der Weg nach Fairbanks, wo wir im Moment einen Gratisinternetanschluss im Touri Center benutzen. (gewusst wie...) Uns zieht es aber bereits zurueck in die Wildnis...

Fa zit:

  • Schlagloecher koennen ueberall auftreten
  • Frischer Lachs ist super
  • Lachs immer im Freien zubereiten
  • Swiss Missen sind in Nordamerica sehr begehrt
  • Mueckenspray immer im Freien benutzen, da sonst die Alarmanlage im Van los geht!!!
  • Bei der Uebergabe des Vans sollte man nachfragen wie man die alramanlage wieder ausschaltet!

Ps:

  • Linda: Der Amerikaner entpuppte sich als ziemlicher Macho! Die Mail Adresse haben wir trotzdem!
  • Barbi: Ich bin auch schon braun!!! (schwarz :-) hihi)
  • Weggli Insider bleiben Insider

23.7.07 04:48


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